Förderprojekte der GFO

Kunst, Kultur und Nachwuchs in Hannover unterstützen.

Die GFO fördert in jeder Spielzeit mehrere Produktionen und Projekte finanziell. Damit leistet sie einen Beitrag zum Erhalt von Kunst und Kultur in Hannover. Zudem ist es ein besonderes Anliegen der GFO, Schüler:innen an das Musiktheater heranzuführen. Deshalb gibt es das Jugend-Förderprogramm „Tatort Oper“.

„Tatort Oper“ ist das Jugendförderprogramm der GFO. Ziel ist es, Jugendliche in die Oper zu bringen. Und das seit nunmehr 40 Jahren.

1984 war Premiere der Initiative »Tatort Oper«. Seitdem werden in Zusammenarbeit mit interessierten Schulen junge Menschen an das Musiktheater herangeführt. Über einen Zeitraum von drei Jahren erarbeiten und sehen die Schüler pro Spielzeit zusammen mit ihren Musikpädagog:innen sechs Produktionen der Staatsoper Hannover.

Das Programm „Tatort Oper“ wird von der GFO finanziert. Die Gesellschaft zahlt die Opernbesuche, vergibt Text- und Programmhefte sowie pro Aufführung und Schule eine auf die gewählten Produktionen bezogene CD oder DVD, um eine gute Vorbereitung in den Schulen zu ermöglichen. Zudem können die Jugendlichen alle anderen Angebote der GFO wie Probenbesuche, Kontakte zu Beteiligten der Produktion und anderes mehr nutzen.

Zum Ende einer jeden Spielzeit haben die Jugendlichen die Gelegenheit, mit der Intendantin oder dem Intendanten der Staatsoper Hannover über die  Aufführungen zu sprechen. Diese Gespräche sind sehr interessant und oft auch kontrovers.

Das Anliegen der GFO im Rahmen des Jugendförderprogramms: 

  • junge Menschen an das Musiktheater heranführen
  • Vernetzung von Schulgruppen bzw. Musikpädagogen mit der Staatsoper Hannover
  • Integration von Themen rund um das Musiktheater in schulische Kurse und Projekte
  • Aktive Auseinandersetzung mit dem Musiktheater durch produktionsbezogene Projekte und Probenbesuche
  • Schwellenangst nehmen, Vorurteile abbauen
  • Kulturelle Werte vermitteln und erhalten
  • Emotionale Kompetenz und Kreativität fördern

In der Spielzeit 2025/2026 mit freundlicher Unterstützung der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und der Sparkasse Hannover

Diese Schulen beteiligen sich zurzeit an Tatort Oper:

Gymnasium Großburgwedel

Gymnasium Bad Nenndorf

Gymnasium Lehrte

Goetheschule Hannover

Peter-Ustinov-Schule Hannover

Leibnizschule Hannover

IGS Isernhagen

Georg-Büchner-Gymnasium Seelze

Ratsgymnasium Peine

Ricarda-Huch-Schule Hannover

Förderprojekte

Seit 1977 verbindet die GFO Menschen mit Interesse an Oper und Konzert. Der Verein setzt sich durch finanzielle Förderung der Staatsoper Hannover für exzellente und exponierte Produktionen und Projekte des Hauses ein. In jeder Spielzeit erhält die Staatsoper Hannover finanzielle Unterstützung für zwei besondere Produktionen oder Konzerte. In der Spielzeit 2026/2027 fördert die GFO zum einen die Opernproduktion „Fidelio: Focus & Fade“ und zum anderen das Kindersingspiel „Der Räuber Hotzenplotz“.


Singspiel „Der Räuber Hotzenplotz“

Räuber sind nicht immer die Hellsten. Doch meist sind sie so dreist, dass sie trotzdem an ihr Ziel gelangen. So auch Räuber Hotzenplotz, der Räuber mit den sieben Messern, den alle aus der Zeitung kennen. In Sebastian Schwabs Singspiel nach Otfried Preußlers gleichnamigem Kinderbuchklassiker braucht es für das Happy End viel Magie und Freundschaft – und natürlich das Feenkraut von der Hohen Heide.

Die Musik lässt die mitreißende Geschichte in all ihren Facetten hörbar werden, mitsamt Kartoffelschäl-Arie und Unken-Lamento. Zwischen Blasmusik und Musical entfalten sich dabei alle Elemente des klassischen Kasperletheaters. Ein Spaß für alle, die (wie Kasperl und Seppel) gerne Pflaumenkuchen essen.

Singspiel von Sebastian Schwab nach Otfried Preußler; Libretto und Liedtexte von Elena Tzavara, Anne X. Weber und Susanne Lütje

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Oper „Fidelio: Focus & Fade“

Ludwig van Beethovens einzige Oper zeigt verschiedene Formen von Liebe und Solidarität und zugleich Figuren mit individuellen Interessen und Werten. Musikalisch sprechen sie unterschiedliche Sprachen. Um handeln zu können, blendet jede Figur einen Teil der Realität aus. Fidelio fokussiert ein Einzelschicksal und lässt die Geschichte mit einer Feier der Befreiung enden, während andere Figuren verblassen.

1805 wurde die Oper unter dem Titel Leonore in Wien uraufgeführt, mehrere Umarbeitungen folgten. Als Fidelio setzte sie sich durch, doch ihre sperrige Form provozierte immer wieder Änderungen: Man experimentierte mit der von Beethoven mehrfach überarbeiteten Handlungsfolge, kürzte oder ersetzte die Dialoge und fügte zusätzliche Musik hinzu.

Die Regisseurin Eva-Maria Höckmayr nutzt die offene Werkgestalt als Ausgangspunkt für einen eigenen Blick auf die Oper. In „Fidelio: Focus & Fade“ treffen die Singspiel-Dialoge auf nahe und ferne Geräusche, die Arien, Chöre und Ensembles auf weitere Musik von Beethoven und anderen.

Oper von Ludwig van Beethoven in einer erweiterten Lesart; Libretto von Joseph Sonnleithner, Stephan von Breuning und Georg Friedrich Treitschke

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Ihre Ansprechpartnerin

Theresa Krokauer

Leitung Jugendarbeit