Kostprobe „Die Hochzeit des Figaro“ am 14.01.2022 – Spielfreude und Trubel, Pracht und Opulenz

Probenbesuche sind etwas Besonderes und immer spannend, ich liebe sie. Ich schaue hinein in das „Labor“, schaue zu, wie eine Inszenierung aus vielen Bausteinen entsteht. Vor- und Nachgespräche gehören dazu, sie geben tiefe Einblicke in das Geschehen. Man kommt mit anderen Probenbesucherinnen und -besuchern über das Gesehene ins Gespräch. Einen aufregenderen „Kultur-Booster“ gibt es kaum!

Die Hochzeit des Figaro (Foto & Copyright: Sandra Then)

Selbst in diesen schwierigen Zeiten war diese Probe gut besucht. Zu Beginn erläuterten Dramaturg Martin Mutschler und Regisseurin Lydia Steier die Kernpunkte des Inszenierungsansatzes. Die Oper ist 1786 uraufgeführt worden. Für Lydia Steier ist es immer wichtig, einen Zugang zur heutigen Zeit zu finden. Welche Facetten des Stücks reflektieren das Heute? Das ist für sie die zu beantwortende Kernfrage, damit die Inszenierung interessant wird. Sehr wichtig ist der respektvolle Umgang mit dem Stück, aber die Gegenwart muss sich darin spiegeln. Weiterlesen

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Aus dem Ensemble: Stephan Zilias dirigiert an der Deutschen Oper Berlin „Antikrist“ von Rued Langgaard

An der Deutschen Oper Berlin hat am 30. Januar 2022 die sehr interessante spätromantische Oper „Antikrist“ des Dänen Rued Langgaard Premiere. GMD Stephan Zilias kehrt dafür an seinen früheren Wirkungsort zurück und wird dirigieren.

Stephan Zilias (Foto und Copyright: Clemens Heidrich)

Regie führt Ersan Mondtag, der an der Staatsoper Hannover Marschners „Vampyr“ inszenieren wird.

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„Die Stimmung im Publikum ist im Moment sehr besonders“ – Interview mit Christiane Hein, Leiterin Kommunikation und Marketing der Staatsoper Hannover

Der zweite Corona-Winter steht uns bevor. Für uns alle ist das eine belastende Situation. Wie geht die Staatsoper Hannover mit der Situation um? Wie sorgt sie für Sicherheit für Zuschauerinnen und Zuschauer, Ensemble und Beschäftigte? Christiane Hein, Leiterin Kommunikation und Marketing der Staatsoper Hannover, war so freundlich, mir für die GFO einige Fragen dazu zu beantworten. Vielleicht nehmen die Antworten ein bisschen die Scheu, in der augenblicklichen Situation eine Vorstellung zu besuchen.

Voice stories (Foto und Copyright: Staatsoper Hannover)

Achim Riehn:
Wie man in der Presse lesen konnte, hat das Jahr nicht so gut angefangen für das Schauspiel und die Oper. Die Zuschauerzahlen sind niedrig. Vorstellungen fallen aus. Was sind die Hauptursachen? Ist die Zeit nach Silvester nicht grundsätzlich eine eher schlechte Zeit für die Theater?

Christiane Hein:
Die erste Januarwoche ist im Allgemeinen immer nicht so gut besucht – nach den Feiertagen, während denen der Besuch immer sehr gut ist, fällt die letzte Ferienwoche immer ab. In diesem Jahr wird dieser Trend allerdings durch die ganzen Corona-Maßnahmen verstärkt. Quer durch die Republik verzeichnen Theater, Opern- und Konzerthäuser gerade – übrigens genau wie Kinos – eine Zurückhaltung beim Kartenkauf. Weiterlesen

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Aus dem Ensemble: Bariton James Newby stellt in einem Konzert in Lewes sein neues Album vor.

Am 16. Januar gastiert James Newby in der St Anne Church in Lewes, um in einem Preview sein neues Album „Fallen Friends“ vorzustellen.

James Newby (Foto und Copyright: Ralf Mohr)

Begleitet wird er am Klavier von Joseph Middleton. „Fallen Friends“ besteht aus Songs englischer Komponisten, die sich mit Krieg und Verlust beschäftigen. Unter den Komponisten sind Gurney, Finzi, Somervell, Vaughan Williams and Ireland.

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Das Neujahrskonzert 2022: Mit Optimismus und Freude „Over the Rainbow“

Neujahrskonzerte versprühen Freude, sie feiern ein neues Jahr, sie sind eine Begrüßung der Zukunft. Wie aber macht man das, wenn die Zukunft unsicher ist? Matthias Brodowy brachte es in einer seiner launigen Moderationen auf den Punkt. Wir wissen nicht, wie dieses Jahr wird. Wir wissen nicht, was kommt. Es ist natürlich möglich, mit Pessimismus in die Zukunft zu blicken. Aber es ändert die Zukunft nicht. Also hat man mit Optimismus deutlich mehr vom Leben!

Schlussapplaus beim Neujahrskonzert 2022 (Foto und Copyright: Achim Riehn)

„Over the Rainbow“, so das Motto des Konzerts, löste diese Absicht voll ein – es versprühte Freude und Optimismus. Weiterlesen

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Grüße zum Jahreswechsel

Willkommen auf der Website der GFO!

Als Vorstandsvorsitzende der GFO möchte ich Ihnen allen ein gutes neues Jahr 2022 wünschen. Möge es bald wieder möglich sein, unbeschwert und ohne Einschränkungen die wunderbaren Kulturangebote unseres Opernhauses wahrzunehmen.

Feuerwerk für Celle von Otto Piene (Foto und Copyright: Friederike Schlömer)

Trotz all der Erschwernisse in den letzten Monaten haben uns die Künstlerinnen und Künstler gemeinsam mit all den Mitarbeitenden des Hauses mit so vielen Aufführungen und Konzerten, Balletten und besonderen Aktivitäten beschenkt! Dafür möchte ich mich bei allen ausdrücklich bedanken.

Ich danke aber auch allen Mitgliedern der Gesellschaft der Freunde des Opernhauses. Sie haben es durch Ihr kontinuierliches Engagement möglich gemacht, dass die GFO im vergangenen Jahr weiterhin die Arbeit des Opernhauses Hannover auch finanziell unterstützen konnte. So freuen wir uns trotz der Widrigkeiten auf ein neues gemeinsames Jahr, in dem wir den Mitgliedern der GFO hoffentlich weitere gemeinsame Aktivitäten und interessante Blicke hinter die Kulissen anbieten können.

Schließlich möchte ich an dieser Stelle des früheren langjährigen Generalmusikdirektor George Alexander Albrecht gedenken, der am 21. Dezember im Alter von 86 Jahren verstarb. Er hat bis 1992 in den 26 Jahren seiner Tätigkeit das musikalische Leben unseres Opernhauses in außergewöhnlicher Weise geprägt. Vielen von uns werden noch die Aufführungen sämtlicher Symphonien von Gustav Mahler und Anton Bruckners in Erinnerung sein. Aber auch sein Engagement für Werke moderner Komponisten wie Arnold Schönberg, Bernd Alois Zimmermann und Aribert Reimanns zeichnete ihn aus. Wir können uns glücklich schätzen, dass dieser großartige Künstler so lange und prägend an unserem Opernhaus in Hannover gewirkt hat. Wir werden uns weiterhin in Dankbarkeit an ihn erinnern.

Nun darf ich Ihnen allen auch im Namen des gesamten Vorstandes der GFO ein glückliches und frohes neues Jahr 2022 wünschen und freue mich, möglichst viele von Ihnen recht bald im Opernhaus wiederzusehen.

Ihre Johanna Paulmann-Heinke

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Aus dem Ensemble: Tenor Paweł Brożek singt in der Weltersteinspielung des „Weihnachtsmysteriums“ von Philipp Wolfrum

Auf dem Label Christophorus ist als Live-Mitschnitt von NDR Kultur die Weltersteinspielung des 1898 komponierten „Weihnachtsmysteriums“ von Philipp Wolfrum erschienen. Die Aufnahme entstand im Advent 2019 in der Hamelner Marktkirche unter der Leitung von Kirchenkreiskantor Stefan Vanselow.

Paweł Brożek (Foto und Copyright: Ralf Mohr)

Das „Weihnachtsmysterium“ ist ein groß besetztes, klangprächtiges Werk der Spätromantik. Es spielen die Nordwestdeutsche Philharmonie, dazu kommen das Philipp-Wolfrum-Ensemble, die Jugendkantorei Hameln und die Hamelner Kantorei an der Marktkirche. Neben Paweł Brożek sind Joo-Anne Bitter (Sopran), Anne Schuldt (Alt), Martin Berner (Bariton) und Hans Christian Hinz (Bariton) als Solisten zu hören.

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Schülerkritiken Spielzeit 2021/22: Rezension zu TODA (5)

Toda

Am 13. Oktober 2021 habe im Rahmen des Musik-Leistungskurses eine Vorstellung des von Nadav Zelner choreographierten Balletts „Toda“ gesehen. In dem Ballett geht es um Gottheiten. Eine von ihnen macht sich auf die Suche nach dem Sinn des Lebens und findet weitere Gottheiten. Gemeinsam lernen sie Rituale kennen und können einander mehr und mehr vertrauen, was dazu führt, dass sie ihr Potenzial erkennen. Dadurch verspüren sie Dankbarkeit.

Toda (Foto und Copyright: Ralf Mohr)

Zu Beginn wurden die Zuschauer aufgefordert, ihre eigene Kraft zu finden. Dies wurde von ruhiger und entspannter Musik begleitet. Meiner Meinung nach war dieses eine interessante Möglichkeit, das Publikum in das Thema des Balletts einzuführen. Auch das Bühnenbild ist mir positiv aufgefallen. Trotz seiner schlichten Gestaltung hat es viel zum Ausdruck des Balletts beigetragen.

Die Kostüme waren einheitlich gestaltet und hatten eine mystische Wirkung. Die Tänzerinnen und Tänzer haben sehr gut getanzt. Dennoch war ich persönlich etwas enttäuscht, weil ich keinen modernen Tanz, sondern vielmehr klassisches Ballett erwartet hatte. Aber der primitiv wirkende Tanz hat gut zum Thema gepasst. Allerdings war ich irritiert, weil Musik und Tanz nicht immer synchron waren.

Besonders positiv anzumerken war die Aktion #rettedeintheater am Ende der Vorstellung. Es ging um den Erhalt der Theater. Das Publikum wurde nicht nur in eine Foto- und Videoaktion eingebunden, sondern konnte zusätzlich auf Postkarten eigene Nachrichten zum Erhalt der Theater verfassen. Diese Aktion habe ich mit ganzem Herzen unterstützt.

Hanna, Jg. 13, Gymnasium Langenhagen

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Schülerkritiken Spielzeit 2021/22: Rezension zu TODA (4)

Toda

Am 13. Oktober 2021 hatten wir als Musik-Leistungskurs die Möglichkeit, ins Opernhaus zu gehen und uns das Ballett „Toda“ anzusehen. Es war sehr schön, nach dem Lockdown wieder die Atmosphäre im Opernhaus erleben zu dürfen.

Toda (Foto und Copyright: Ralf Mohr)

Besonders ansprechend fand ich den Anfang des Balletts. Die Figur mit dem federkleidartigen, außergewöhnlichen und auffälligen Kostüm hat bereits am Anfang als „Hingucker“ fungiert und wortlos das Interesse des Publikums geweckt. Außerdem fand ich die Verse sehr ansprechend. Der Gedanke, meine eigene Kraft in mir zu spüren und meinen eigenen Lebenssinn herauszufiltern, hat mich stark berührt. Ich hatte das Gefühl, schrittweise in eine Reise einzutauchen und mitgenommen zu werden.Bei den Tänzern hat mir neben den technisch herausfordernden Bewegungen die Mimik gefallen, mit der sehr viel gespielt wurde. Auch die ständige Veränderung der Farbe fand ich interessant. Die Kostüme habe ich mir anders vorgestellt. Sie waren knapp und einfach. Um die göttliche Welt zum Ausdruck zu bringen, waren meine Erwartungen strahlende, weiße und prächtige Kostüme und eine besondere Beleuchtung. Dennoch fand ich die Auswahl der Kostüme in Verbindung mit dem Inhalt durchaus passend. Besonders interessant fand ich die geflochtenen Frisuren. Auch die musikalische Begleitung war sehr passend und hat die Harmonie des Balletts unterstützt. Musik und Tanz schienen miteinander zu verschmelzen. Das schlichte Bühnenbild mit den wiederkehrenden warmen Farben Orange, Rot und Gelb hat für mich viel Interpretationsspielraum geboten. Da „Toda“ von Freiheit, Lebensfreude, unendlichen Möglichkeiten, Lebenssinn und Feiern des Lebens handelt, habe ich die Farben als das Feuer interpretiert, das in jedem einzelnen Menschen brennt. Dadurch kann die Wärme, die in einem herrscht, nach außen getragen werden.
Insgesamt hat mir das Ballett sehr gut gefallen und ist meiner Meinung nach empfehlenswert.

Clara, Jg. 13, Gymnasium Langenhagen

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Vorstellung „Sweeney Todd“ am 14.12.2021 – tiefschwarze Komödie, Thriller und Drama

Was für ein Abend! Die Premiere von „Sweeney Todd“ fand an der Staatsoper Hannover am Tag nach dem Tod des Komponisten statt, eine passendere Ehrung als diese erstklassige Inszenierung mit ihren bezwingenden Gesangsleistungen ist kaum vorstellbar. Aber wer „nur“ ein Horror-Musical erwartet hatte, der wurde überrascht. Positiv überrascht, so meine Meinung.

Sweeney Todd (Foto und Copyright: Sandra Then)

Der niederländische Film- und Theaterregisseur Theu Boermans arbeitete das Drama hinter der schwarzen Komödie heraus, verjagte jeden Hauch von klischeehaftem Gothic-Grusel. Er zeigte neben Spaß und Komik auch das, was sich dahinter verbirgt: eine Tragödie. Man genoss den wohligen Schauer, den die Geschichte auslöste, man amüsierte sich – und litt mit dem Helden mit, dessen Beweggründe man nur zu gut verstehen konnte. Weiterlesen

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