Schülerkritiken 2021/22

DER VAMPYR: witzig, tragisch, chaotisch – und dabei unglaublich sympathisch.

Mit einer scheinbaren Leichtigkeit spielt DER VAMPYR mit allen Emotionen und macht die Oper zu einem besonderen Erlebnis fürs Publikum. Neben der tragischen Haupthandlung geschehen immer wieder unvorhersehbare witzige und chaotische Einlagen. Während der Vampyr versucht, sein Dasein im ewigen Leben zu beenden, macht die Oper subtil aber deutlich auf aktuelle Klischees und Vorurteile in der Gesellschaft aufmerksam – ohne jedoch zu urteilen.

Der Vampyr (Foto und Copyright: Sandra Then)

Sei es der komplett in Pink gekleidete Schwule, der mit seinen exzentrischen Ausschweifungen die Handlung unterbricht, oder die betrunkenen Männer, die von der Ehefrau beschimpft werden: Langeweile kommt hier sicherlich nicht auf. Die Handlung gestaltet sich dadurch allerdings umso verwirrender – geht es nicht eigentlich darum, dass der Vampyr drei junge Bräute ermorden muss? – und bisweilen ist das Publikum ein wenig ratlos, wie die Nebenhandlungsstrang in das Ganze hineinpasst. Dies schadet dem Gesamtwerk allerdings nicht und so ist DER VAMPYR eine gelungene Inszenierung, die uns einen sehr unterhaltsamen Abend beschert und im Anschluss für einige Diskussionen gesorgt hat.

Laura, Ratsgymnasium Peine

DER VAMPYR

Als jemand, der durchaus öfter in die Oper geht, ob mit der wundervollen Opern-AG meiner Schule oder privat, muss ich sagen, der VAMPYR hatte bis jetzt mit Abstand das beeindruckendste Bühnenbild, das ich je gesehen habe.

Szenenfoto aus Der Vampyr (Foto und Copyright: Sandra Then)

Die vielen Details in den vielen verschiedenen Kulissen haben einen immer wieder an völlig neue Orte geführt. Die Kostüme waren alle extrem hochwertig und haben die Kulissen somit perfekt ergänzt.
Das Stück ist eine wunderbare Mischung aus Gruselgeschichte und Humor, langweilig wurde einem dabei auf keinen Fall.
Abschließend lässt sich nur noch einmal sagen, wie dankbar meine Freunde und ich sind, dass uns dieser tolle Abend ermöglicht wurde und wir freuen uns auf alle kommenden Vorstellungen!

Emilia, Jg.12 , Gymnasium Großburgwedel

Der Vampyr

Aus der Sicht eines technikbegeisterten Schülers: Es war ein wirklich wundervoller Abend der uns ermöglicht wurde und ich weiß gar nicht recht, wo ich anfangen soll: Zwischen Witz und Ernsthaftigkeit, zwischen Bühnenbild und Kostümen, Schrecken und Absurditäten, die Inszenierung von DER VAMPYR bietet all das und noch viel mehr.

Das Talent der darstellenden Personen durchaus würdigend, lag mein persönlicher Fokus auf dem Bühnenbild, den Kostümen und der Technik.

Szenenfoto aus Der Vampyr (Foto und Copyright: Sandra Then)

Monster wie aus Albträumen, die der Vorstellung des Bösen so sehr entsprechen, dass man ihnen nicht mal auf der Bühne zu nahe kommen möchte, tauchen in düsterem, perfekt abgestimmten Licht aus dem Nebel der Ruine auf. Eine Ruine, bei der jedes Detail beeindruckt. Von dem großen, zentral gelegenen, kaputten Fenster des Turmes, bis hin zu jedem einzelnen Stein und Geröllhaufen, alles passt und untermalt dramatisch die von der Musik begleitete Handlung. Was mir wahrscheinlich noch lange im Gedächtnis bleiben wird, sind die Farben des Lichtes, der stimmig eingesetzte Nebel und die jeweils geschaffene Stimmung, die diesen Abend so besonders gemacht haben. Vom Anfang bis zum Ende macht es Spaß, diese Inszenierung von DER VAMPYR anzuschauen, auch wenn die Handlung zeitgemäß angepasst wurde und bewusst provozierende Elemente, wie der nackte Mann und der dezent tuntige Schriftsteller eine unerwartet erfrischende Note geben. Im großen Ganzen ein großartiges Erlebnis!

Mattes, Jg.12 , Gymnasium Großburgwedel

TATORT OPER – Der Vampyr

Als dritte TATORT-OPER-Veranstaltung in diesem Jahr stand die romantische Oper Der Vampyr von Heinrich Marschner auf dem Programm.

Szenenfoto aus Der Vampyr (Foto und Copyright: Sandra Then)

Im Mittelpunkt der Handlung steht der Vampir Lord Ruthwen. Dieser muss drei Frauen opfern, um ein weiteres Jahr leben zu können. Eine dieser Frauen ist Malwina, die Geliebte des Assistenten Edgar Aubrey, der dem Vampir ewige Treue geschworen hat. Nun ist Edgar hin und hergerissen zwischen seiner Liebe zu Malwina und dem Fluch, der ihn im Falle eines Schwurbruches befallen würde.

Unsere Eindrücke von Der Vampyr waren sehr positiv. Besonders das Masken- und Bühnenbild waren toll und setzten die düstere Stimmung des Stückes mit den dunklen, überirdischen Gestalten und den kaputten, verlassenen Gebäuden sehr gut in Szene. Das Orchester sorgte dafür, dass dieser Eindruck noch intensiviert wurde. Durch schrille Charaktere, die das Stück mit ihren kritischen und sarkastischen Kommentaren unterbrachen, wurde ein starker Gegensatz zu dieser geisterhaften und bedrohlichen Stimmung geschaffen. Diese Stimmung sorgte für ein außergewöhnlich abwechslungsreiches und lustiges Opernerlebnis. Der Vampyr ist sehr weiterzuempfehlen.

Marthe und Nele (Jahrgang 9, Gymnasium Isernhagen)

TATORT OPER – Rigoletto

Am 17. März 2022 hatten wir im Rahmen des TATORT-OPER-Projekts die Möglichkeit, die Oper Rigoletto in der Staatsoper Hannover zu sehen. Wir Schüler*innen waren begeistert von der Vielfalt dieses Stückes.

Szenenfoto aus Rigoletto (Foto und Copyright: Julia Lormis)

Die spannende Geschichte beruht auf dem Melodrama Le roi s’amuse von Victor Hugo. Die dazugehörige Musik wurde 1851 von dem Komponisten Giuseppe Verdi verfasst und nun von den talentierten Opernsänger*innen auf italienisch präsentiert. Nicht zu vergessen das Orchester, welches leidenschaftlich von dem Dirigenten angeleitet wurde. Die dramatischen Szenen wurden neben der Musik mit passenden Effekten und einem beeindruckenden Bühnenbild untermalt, was nochmal eine besondere Dynamik in den Saal brachte. Im Endeffekt merkte man, wie viel Mühe und Einsatz hinter dem Stück und der gesamten Veranstaltung steckte. (Jede*r bekam ein Programmheft mit Fotos und Erklärungen der wichtigsten Stellen sowie eine kleine Rose.) Wir sprechen also im Namen aller Teilnehmer*innen, wenn wir sagen, dass es ein toller Abend war.

Finja und Nele (Jahrgang 9, Gymnasium Isernhagen)

Toda

Am 13. Oktober 2021 habe im Rahmen des Musik-Leistungskurses eine Vorstellung des von Nadav Zelner choreographierten Balletts „Toda“ gesehen. In dem Ballett geht es um Gottheiten. Eine von ihnen macht sich auf die Suche nach dem Sinn des Lebens und findet weitere Gottheiten. Gemeinsam lernen sie Rituale kennen und können einander mehr und mehr vertrauen, was dazu führt, dass sie ihr Potenzial erkennen. Dadurch verspüren sie Dankbarkeit.

Toda (Foto und Copyright: Ralf Mohr)

Zu Beginn wurden die Zuschauer aufgefordert, ihre eigene Kraft zu finden. Dies wurde von ruhiger und entspannter Musik begleitet. Meiner Meinung nach war dieses eine interessante Möglichkeit, das Publikum in das Thema des Balletts einzuführen. Auch das Bühnenbild ist mir positiv aufgefallen. Trotz seiner schlichten Gestaltung hat es viel zum Ausdruck des Balletts beigetragen.

Die Kostüme waren einheitlich gestaltet und hatten eine mystische Wirkung. Die Tänzerinnen und Tänzer haben sehr gut getanzt. Dennoch war ich persönlich etwas enttäuscht, weil ich keinen modernen Tanz, sondern vielmehr klassisches Ballett erwartet hatte. Aber der primitiv wirkende Tanz hat gut zum Thema gepasst. Allerdings war ich irritiert, weil Musik und Tanz nicht immer synchron waren.

Besonders positiv anzumerken war die Aktion #rettedeintheater am Ende der Vorstellung. Es ging um den Erhalt der Theater. Das Publikum wurde nicht nur in eine Foto- und Videoaktion eingebunden, sondern konnte zusätzlich auf Postkarten eigene Nachrichten zum Erhalt der Theater verfassen. Diese Aktion habe ich mit ganzem Herzen unterstützt.

Hanna, Jg. 13, Gymnasium Langenhagen

Toda

Am 13. Oktober 2021 hatten wir als Musik-Leistungskurs die Möglichkeit, ins Opernhaus zu gehen und uns das Ballett „Toda“ anzusehen. Es war sehr schön, nach dem Lockdown wieder die Atmosphäre im Opernhaus erleben zu dürfen.

Toda (Foto und Copyright: Ralf Mohr)

Besonders ansprechend fand ich den Anfang des Balletts. Die Figur mit dem federkleidartigen, außergewöhnlichen und auffälligen Kostüm hat bereits am Anfang als „Hingucker“ fungiert und wortlos das Interesse des Publikums geweckt. Außerdem fand ich die Verse sehr ansprechend. Der Gedanke, meine eigene Kraft in mir zu spüren und meinen eigenen Lebenssinn herauszufiltern, hat mich stark berührt. Ich hatte das Gefühl, schrittweise in eine Reise einzutauchen und mitgenommen zu werden.Bei den Tänzern hat mir neben den technisch herausfordernden Bewegungen die Mimik gefallen, mit der sehr viel gespielt wurde. Auch die ständige Veränderung der Farbe fand ich interessant. Die Kostüme habe ich mir anders vorgestellt. Sie waren knapp und einfach. Um die göttliche Welt zum Ausdruck zu bringen, waren meine Erwartungen strahlende, weiße und prächtige Kostüme und eine besondere Beleuchtung. Dennoch fand ich die Auswahl der Kostüme in Verbindung mit dem Inhalt durchaus passend. Besonders interessant fand ich die geflochtenen Frisuren. Auch die musikalische Begleitung war sehr passend und hat die Harmonie des Balletts unterstützt. Musik und Tanz schienen miteinander zu verschmelzen. Das schlichte Bühnenbild mit den wiederkehrenden warmen Farben Orange, Rot und Gelb hat für mich viel Interpretationsspielraum geboten. Da „Toda“ von Freiheit, Lebensfreude, unendlichen Möglichkeiten, Lebenssinn und Feiern des Lebens handelt, habe ich die Farben als das Feuer interpretiert, das in jedem einzelnen Menschen brennt. Dadurch kann die Wärme, die in einem herrscht, nach außen getragen werden.
Insgesamt hat mir das Ballett sehr gut gefallen und ist meiner Meinung nach empfehlenswert.

Clara, Jg. 13, Gymnasium Langenhagen

TODA

Am 13. Oktober 2021 haben wir mit der Opern-AG das Ballett „Toda“ von Nadav Zelner angeschaut, das Stück ist ein modernes Ballett und wurde am 25.September 2021 uraufgeführt. An dem Stück haben uns besonders das Bühnenbild und die Kostüme gefallen. Außerdem fanden wir die Musik und den Tanz sehr schön, als die Tänzer:innen getanzt haben, konnten wir sehen, wie jede Bewegung und Mimik durchdacht wurde und wie synchron aufeinander abgestimmt alle getanzt haben.

Toda (Foto und Copyright: Ralf Mohr)

Leider hatten wir alle etwas Probleme, die Handlung des Stückes zu verstehen, aber trotzdem hat es uns gut gefallen. Unser Highlight des Abends war, dass wir am Ende nach dem Ballett noch an der Aktion #rettedeintheater teilnehmen konnten. Dabei haben wir an einem Foto mitgewirkt und später alle eine Postkarte an Stephan Weil und die aktuelle Landesregierung geschrieben, um die Kunst und Kultur in Hannover erhalten zu können. Alles in allem hat uns der Besuch sehr gut gefallen und wir würden es uns jederzeit wieder anschauen.

Anahi, Neele, Jana, Charlotte (Jg. 10, Georg-Büchner-Gymnasium)

TODA am 13.10. in der Staatsoper Hannover

Am 13. Oktober 2021 haben wir zusammen mit unserer Opern-AG das Ballett TODA besucht. Das Ballett handelte von der Freiheit und Vielfalt des Daseins und der Wichtigkeit von Zusammenhalt und Begegnungen. Wir finden, dass diese Werte durch die Musik und die minimalistischen tänzerischen Bewegungen auf besonders gelungene Weise dargestellt wurden. Man konnte sich aufgrund der genauen tänzerischen Bewegungen und der passenden Musik sehr gut in die Geschichte einfühlen.

Toda (Foto und Copyright: Ralf Mohr)

Das große Orchester und die kleinere irische Band spielten sowohl kraftvolle als auch sanfte Musik. Vor allem Szenen wie das Springen auf ein Luftkissen oder die glücklichen Gemeinschaftstänze am Ende werden uns lange in Erinnerung bleiben. Der Abend war wirklich rundum gelungen und spätestens als wir nach der Aufführung noch ein „Protestfoto“ aufgrund der neuen Geldverteilung für die Theater in Niedersachsen gemacht haben, haben wir uns alle wie eine große, starke Gemeinschaft gefühlt.

Daria, Feya, Juline, Inga (Jg. 11, Georg-Büchner-Gymnasium, Seelze)

Rezension zu TODA

In dem Ballett TODA von Nadev Zelner wird die Geschichte von Göttern erzählt, die nach dem Sinn des Lebens suchen. Zu der Musik einer keltischen Band und einem Teil des Staatsorchesters tanzen die Götter einen modernen Tanz, in dem man trotzdem noch die Grundlagen des klassischen Balletts sehen konnte.

Foto und Copyright: Ralf Mohr

Die Musik und der Tanz haben sehr gut zusammengepasst. Auch die Laute, die die Götter von sich gaben, passten sehr gut zum Stück. Sehr hervorzuheben ist das Bühnenbild. Es ist sehr einfach gehalten, gerade die Beleuchtung hebt aber hervor, dass man im „Land der Götter“ ist. Besonders die tolle Leistung der Tänzer ist erwähnenswert. Einzig die Kostüme waren für uns mit ihrer leichten Durchsichtigkeit fragwürdig. Schließlich war es für uns schwierig, die genaue Handlung, die erzählt wird, im Detail nachzuvollziehen.
Nichtsdestotrotz war es eine gelungene Vorstellung, die beim Zuschauen und Zuhören viel Freude und gute Laune bereitete.

Christine und Samira (Jg. 9, Georg-Büchner-Gymnasium)