Etwas ganz Besonderes wurde den Mitgliedern der GFO am 11. März 2026 geboten: Die Mitglieder der GFO durften einer Probe des Kinderkonzerts „Peter und der Wolf“ zur Musik von Sergej Prokofjew beiwohnen. Diese Produktion wird von der GFO gefördert. Rund 40 Mitglieder hatten sich angemeldet .

Opern-Intendant Bodo Busse führt in das Stück „Peter und der Wolf“ ein. Foto (c): Achim Riehn
Intendant Bodo Busse begrüßte die GFO-Mitglieder im Marschnersaal der Staatsoper Hannover und führte in das Konzert ein. Er hat diese „schöne Einführung in die klassische Musik“ aus Saarbrücken mitgenommen und bringt sie nun auch in Hannover auf die Bühne. Dies wird kein reines Konzert sein, das ist ausgeweitet zu einer ganzen Theatervorstellung für das junge (und erwachsene) Publikum. Es wird „aus einem Konzert eine Performance gemacht“, das Publikum wird einbezogen. Die Musiker spielen auch szenisch, das wird besonders für die Kinder toll. Regie führt Katharina Molitor.
Für Bodo Busse ist „Peter und der Wolf“ ein Märchenspiel mit existentiellem Kern. Musik wird sichtbar gemacht, ohne erhobenen Zeigefinger. Ab der nächsten Spielzeit soll das Kinder- und Jugendmusiktheater an der Staatsoper Hannover stärker in den Mittelpunkt gestellt werden. Das wird ein Schwerpunkt werden, spannende Neuigkeiten.
Nach dieser Einführung saßen die GFO-Mitglieder gespannt im Zuschauerraum. Zu Beginn verdeckt der rote Vorhang die Bühne. Ein Schauspieler (Tommy Wiesner) kommt mit einigen Puppen herein: Peter, Großvater, Vogel, Katze, Ente und ein großer Plüschwolf. Aber es ist ihm zu langweilig, so allein mit diesen Dingen zu spielen. Musikerinnen und Musiker haben sich mittlerweile in den halb hochgefahrenen Orchestergraben geschlichen. Der Schauspieler fragt nach den Instrumenten, sie spielen vor, das klingt toll. Könnten die Instrumente zu den Spielfiguren passen? Könnten Sie bei der Geschichte mitspielen?
Nach einem munteren Hin und Her passt alles, die Musikerinnen und Musiker verschwinden mit den Spielfiguren hinter dem Vorhang. Der geht auf, das Orchester sitzt auf der Bühne. Wir sehen so etwas wie ein Haus des Großvaters, mit bunten Lichtern illuminiert, ein Podest mit mehreren Ebenen ist der Baum. Im Hintergrund sehen wir den grünen, lichterfüllten Wald.
Jetzt geht das Konzert los, der Schauspieler erzählt die Geschichte, spielt selbst als Peter mit. Die Spielerinnen und Spieler der wichtigen Instrumente sind herrlich gekennzeichnet. Der Flötenvogel hat blauviolette Federn am Arm, die Klarinettenkatze Katzenohren, der Fagottgroßvater einen weißen Bart, die Oboenente einen großen gelben Entenfuß. Besonders süß die drei Hörner, die den Wolf verkörpern, immer als Gruppe, das dritte Horn mit flauschigem Wolfsschwanz. Alle spielen ihre Rollen, die Geschichte nimmt ihren Lauf, bezaubernd! Die Gäste konnten einem ganzen Durchlauf des Stücks zusehen und zuhören. Mario Hartmuth probte dann noch Details mit den Musikerinnen und Musikern, das war auch sehr interessant. 90 Minuten dauerte dieser Einblick in die Probe.
Da hat die GFO etwas richtig Schönes gefördert! Ein Grund mehr, Mitglied der GFO zu werden. Und so ein exklusiver Einblick ist dann noch ein zusätzlicher Grund! Leider gibt es nur wenige Vorstellungen dieses Konzerts. Aber das wird doch hoffentlich wieder aufgenommen?
Text: Achim Riehn
