
Ketevan Chuntishvili, Sopranistin aus dem Ensemble der Staatsoper Hannover. Foto: Dan Hannen

Ketevan Chuntishvili, Sopranistin aus dem Ensemble der Staatsoper Hannover. Foto: Dan Hannen
Volles Haus! Der Andrang war so groß, dass auch noch Karten für den zweiten Rang verkauft wurden. Alle sind gespannt, was die neue Intendanz auf die Bühne bringen wird und wie sich die Menschen im Team so geben. Um es vorweg zu nehmen: kommunikativ, kenntnisreich und voller Vorfreude.

Wie immer war die Pressekonferenz zur neuen Saison sehr interessant. Den Spielplan kann man sich gut auf der Seite der Staatsoper anschauen, ich will hier auf einige Punkte eingehen, die darüber hinaus in der Pressekonferenz genannt worden sind. Dabei beschränke ich mich auf die „großen“ Premieren und die Konzerte.

Das neue Leitungsteam der Staatsoper Hannover ab der Spielzeit 2025/25. Foto (c): Achim Riehn
30 GFO-Mitglieder trafen sich mit Mitarbeitenden der Staatsoper bei gutem Essen zu lebhaften Gesprächen und begrüßten die neue Verwaltungsdirektorin Doris Beckmann, die gern von ihrem Werdegang über ein BWL-Studium und diverse Tätigkeiten in der Wirtschaft zum Theater berichtete. Vom Theater in Oberhausen kam Doris Beckmann in dieser Spielzeit zum Staatstheater Hannover. Sie berichtete u. a. von den mannigfaltigen Herausforderungen bei den Finanzen und unterstrich, wie wichtig Freundeskreise wie die GFO für die Theater sind.
„The Greek Passion“ von Bohuslav Martinů ist recht unbekannt, gehört nicht zum ständig wiederholten Kernrepertoire des Opernbetriebs. Die Staatsoper Hannover zeigt dieses Stück nun in einer bezwingenden Inszenierung von Barbora Horáková, es wurde ein glühendes Plädoyer für diese Oper. Der Regisseurin ist für mich hier eine Referenz-Inszenierung von „The Greek Passion“ gelungen.

Schlussapplaus für „The Greek Passion“ (c) Achim Riehn
„Ikarus“ des griechischen Choreografen Adonis Foniadakis zur Musik von Julien Tarride ist eine Neukreation für das Ballett der Staatsoper Hannover. Und sie ist kraftvoll, intensiv, laut, bild- und ausdrucksstark. Hier mein Eindruck der Aufführung am 1. Mai 2025.

Schlussapplaus nach dem Ballett „Ikarus“. Foto (c) Achim Riehn
Drei wunderbar lebendige und romantische Stücke standen auf dem Programm des sechsten Sinfoniekonzerts der Spielzeit 2024/25 am 27. April 2025. Für zwei Komponisten waren die Werke Durchbrüche in neue musikalische Lebensabschnitte. Mit 24 Jahren komponierte Richard Strauß die sinfonische Dichtung „Don Juan“, die sofort ein internationaler Erfolg wurde und seinen Ruf als führender Komponist begründete. Das 1. Klavierkonzert von Johannes Brahms, 1859 in Hannover uraufgeführt, war das erste Orchesterwerk des jungen Komponisten. Es brauchte allerdings einige Zeit, um sich endgültig durchzusetzen. Antonín Dvořák hatte seinen Durchbruch zum Erfolg schon geschafft, als er seine vor Ideen übersprudelnde 8. Sinfonie schuf. Wir erlebten einen farbenfrohen, glutvollen, spannenden Abend, großartig umgesetzt durch Orchester, Dirigenten und Solisten.

Schlussapplaus beim 6. Sinfoniekonzert der Spielzeit 2024/25. Foto (c): Achim Riehn

Lluis Calvet i Pey (c) Dan Hannen
Mehr dazu auf der Webseite der Chopin-Gesellschaft.
Beim Internationalen Opernfestival Alejandro Granda in Lima in Peru steht diesmal im Gran Teatro National „Madama Butterfly“ von Puccini auf dem Programm. Premiere ist am 27. April 2025. Davide Garattini führt Regie, die musikalische Leitung hat Andrea Foti. Barno Ismatullaeva, Sopranistin aus dem Ensemble der Staatsoper Hannover, wird die Rolle der Cio-Cio-San singen.

Barno Ismatullaeva, Sopranistin aus dem Ensemble der Staatsoper Hannover (c) Foto: Dan Hannen
Mehr Infos auf der Internetseite des Opernfestivals.