Die Staatstheater Hannover werden geführt von zwei Intendantinnen – Laura Berman für die Oper, Sonja Anders für das Schauspielhaus – und einem kaufmännischen Geschäftsführer, Jürgen Braasch. Wie grenzen sich die Aufgabenbereiche voneinander ab, was passiert im kaufmännischen Bereich? Mit welchem Blick schaut Jürgen Braasch auf Oper und Schauspiel? Um hier für die Mitglieder der GFO etwas Licht ins Dunkle zu verbringen, war ich mit ihm zu einem Gespräch verabredet.

Zugehörig (Bild und Copyright: Staatsoper Hannover)
Von seinem lichtdurchfluteten Büro schaut man auf den kleinen Park Richtung Aegi. Wir saßen uns mit viel Abstand und maskiert an einem langen Besprechungstisch gegenüber, der angenehmen Gesprächsatmosphäre tat das keinen Abbruch.
Achim Riehn:
Bei Oper denkt man weniger an das Kaufmännische. Was macht ein kaufmännischer Geschäftsführer, der für ein Opernhaus und ein Schauspielhaus zuständig ist?
Jürgen Braasch:
Ich bin zuständig für das „und“. Eine meiner Kernaufgaben ist, dass die beiden Häuser zusammenbleiben. Es ist wichtig, dass man bei allem, was in künstlerischer Eigenständigkeit auf beiden Bühnen passieren soll, dafür sorgt, dass es ein Haus bleibt, dass es ein Staatstheater bleibt. Weiterlesen


