„La Juive“ erhält den GFO-Wanderpreis als beste Neuinszenierung der Spielzeit 2019/20

Obgleich die Spielzeit 2019/20 ein so abruptes Ende gefunden hat und viele Premieren abgesagt werden mussten, durften wir bis dahin trotzdem eine ganze Reihe beeindruckender Neuproduktionen erleben.Wie in jedem Jahr haben die Opernfreundinnen und Opernfreunde auch in diesem Herbst wieder auf eine spannende und vor allem abwechslungsreiche Opernsaison zurückgeblickt und darüber abgestimmt, welche Produktion die Beste der Neuinszenierungen der Spielzeit 2019/20 gewesen ist.

Foto und Copyright: Sandra Then

Die Produktion der Oper „La Juive“ von Jacques Fromental Halévy in der Inszenierung von Lydia Steier und unter der musikalischen Leitung von Valtteri Rauhalammi und Constantin Trinks hat 56 % aller Stimmen erhalten und wird somit als beste Neuinszenierung der Spielzeit 2019/20 mit dem GFO-Wanderpreis ausgezeichnet.

Der GFO-Vorstand gratuliert allen Beteiligten herzlich zu dieser verdienten Auszeichnung für eine phantastische Leistung, mit der Intendantin Laura Berman und ihrem Team ein  fulminanter Auftakt in Hannover gelungen ist.

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Vorstellung „Trionfo. Vier letzte Nächte“ am 09.10.2020 – hier wird Oper auf wunderbare Art neu geboren

Wie kann Musiktheater in Pandemiezeiten stattfinden? Produktionen reduzieren, auf Kammeropern setzen? Die Oper Hannover beschreitet mutig mit „Trionfo“ einen dritten Weg und bezieht in einer Neuinszenierung die Zeitumstände gleich mit ein. Sie deutet ein Oratorium um und erfindet eine Oper neu. Hier riskiert die Staatsoper Hannover alles, stürzt sich ohne Sicherungsseil hinein ins Ungewisse – und gewinnt triumphal. Das muss man sehen und hören!

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Vorstellung „Don Giovanni“ am 30.09.2020 – ein neuer und kreativer Umgang mit einem altbekannten Stück

Dieser „Don Giovanni“ ist ungewohnt, fast fremdartig, auf neue Art und Weise faszinierend. Die Pandemie machte die Wiederaufnahme der auf Nähe setzenden Inszenierung von Benedikt von Peter unmöglich. Sehr kurzfristig wurde durch den Regisseur Tobias Mertke eine halbszenische Version eingerichtet. Oper neu denken, Mozart neu denken, es gelang.

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1. Sinfoniekonzert „Aufbruch“ 27.09.2020 – wo Dunkel ist, da ist auch Hoffnung

Das erste Sinfoniekonzert des Niedersächsischen Staatsorchesters in Pandemiezeiten, gleichzeitig auch das erste Sinfoniekonzert mit Stephan Zilias als Generalmusikdirektor – mehr Aufbruch ist fast nicht möglich. Ein kreatives Angehen war zu spüren, ein Begreifen der Umstände als Chance. Orchester und Dirigent setzten mit diesem Konzert ein Zeichen: wir verzweifeln nicht in dieser Situation.

Foto und Copyright: Achim Riehn

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Saisonvorstellung 10.09.2020 – Musiktheater muss jetzt neu gedacht werden

Auch in diesem Jahr gab es wieder eine Saisonvorstellung, ein Angebot speziell für Abonnenten. Eigentlich sollte dies schon im Mai stattfinden, die Coronakrise hatte dann eine Verschiebung erzwungen. Musikalische Einblicke in die neue Saison hatte es so schon im Eröffnungskonzert gegeben. Trotzdem war auch diese Veranstaltung sehr interessant. Die Opernarien klingen mit Klavierbegleitung doch anders. Das Schönste aber bei der Saisonvorstellung sind die kleinen Interviews, die Laura Berman in ihrer charmanten, zugewandten Art mit den neuen Ensemblemitgliedern führt. Darauf will ich in diesem kleinen Bericht auch den Schwerpunkt legen.

Foto und Copyright: Clemens Heidrich

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Eröffnungskonzert 06.09.2020 – Endlich wieder Oper!

Endlich wieder Oper! Fast ein halbes Jahr mussten wir ohne Musik auf der großen Bühne auskommen, die Sehnsucht war groß. Aber in mir gab es auch Bedenken – kann das in dieser Corona-Zeit funktionieren? Hier wurde ich als vorsichtiger Mensch dann positiv überrascht, die Staatsoper hatte das hervorragend organisiert. All das sorgt dafür, dass man sich sicher und gut betreut fühlt und das Geschehen auch genießen kann.

Foto und Copyright: Clemens Heidrich

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Schülerkritiken 2019/20: TATORT OPER – ein Rückblick auf vier Vorstellungen

TATORT OPER – ein Rückblick auf vier Vorstellungen
Schüler/in des Geschwister-Scholl-Gymnasiums

LA JUIVE fand ich nicht schlecht. Tendenziell würde ich solch eine eher
aufwändigere Inszenierung immer der minimalistisch-reduzierten vorziehen, die doch,
natürlich abhängig vom Werk, riskiert, für den jungen Zuhörer ab einem gewissen Punkt
nur noch anstrengend zu sein. Vereinzelt humorvolle Elemente, Selbstironie oder
Übertreibung sorgen immer für eine angenehme Abwechslung, auch die Kinderrollen
haben zur Auflockerung des Abends beigetragen. An die Musik kann ich mich neun
Monate nach dem Besuch nicht mehr erinnern, was vielleicht der Zeit geschuldet, aber
doch eher kein gutes Zeichen ist. Was mir noch in Erinnerung bleibt, ist jedoch die
ziemlich lange Dauer des Stücks. Grundsätzlich kein Anlass für Kritik, aber vielleicht
mag es auch Schüler (wie mich) geben, die gerne länger als sechs Stunden schlafen und
sich freuen, wenn der Besuch einer Oper damit nicht unvereinbar ist.
Von allen Opernbesuchen hat mir TOSCA am besten gefallen. Weiterlesen

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Opernraritäten #10: Jean Sibelius „Die Jungfrau im Turm“ – romantisch, klar und märchenhaft

Kaum bekannt ist, dass der große finnische Sinfoniker Jean Sibelius auch eine Oper geschrieben hat. Mit seiner „Jungfrun i Tornet“ hat er eine romantisch melodiöse Kurzoper geschaffen, die seine eher dunkle Melodienwelt mit nordischer Leichtigkeit verbindet.

In meiner Aufnahme von 1984 spielt das Gothenburg Symphony Orchestra unter Neeve Järvi, erschienen ist sie bei BIS.

Döhrener Turm in Hannover
(Foto und Copyright: Achim Riehn)

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Schülerkritiken 2019/20: Tosca

Tosca
Lina Herrmann und Emma Tubbe, Geschwister-Scholl-Gymnasium Berenbostel

„Gewalt gefällt mir mehr als willige Hingabe.“ Das ist das Motto von Scarpia, dem skrupellosen Antagonisten von Tosca.
Die am 14. Januar 1900 in Rom uraufgeführte Oper TOSCA haben wir am 30. Oktober 2019 in der Staatsoper Hannover erleben dürfen. Das Melodram in drei Akten komponierte Giacomo Puccini, unter dessen Namen unteranderem auch LA BOHEME erschien. Puccini hatte klare Intentionen hinter seinem Werk. „Mit LA BOHEME wollten wir Tränen ernten, mit TOSCA wollen wir das Gerechtigkeitsgefühl der Menschen aufrütteln und ihre Nerven ein wenig strapazieren. Bis jetzt waren wir sanft, jetzt wollen wir grausam sein.“ (Programmheft Tosca S. 4). Weiterlesen

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Schülerkritiken 2019/20: Critique de la reprise du célèbre opéra «La Juive»

Critique de la reprise du célèbre opéra «La Juive»
Composé par Fromental Halévy d’après le livret d’Eugène Scribe.
Interprété le mardi 24 septembre 2019 au «Staatsoper» à Hanovre
Elisa CROUZEVIALLE, 14 ans, Gymnasium Burgdorf

Dans le texte suivant je vais donner mon avis sur la représentation donnée à l’opéra de Hanovre le 24 septembre.

Nous allons commencer par la mise en scène. Cette dernière était très intéressante notamment le changement d’époque à chaque acte. Cela représente bien, que l’antisémitisme a été présent dans toute l’histoire. Cela donne une consistance à cette reprise, cela la rend aussi plus originale que les autres. C’est un parti-pris qui pour moi fonctionne vraiment bien même si la mise en scène n’est pas tout le temps parfait. Weiterlesen

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